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Wer frisst was?
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Foto rechts: Möwen und Stockente im Schnee, ©
Tanja Kahlert
Amseln (Turdus merula) fressen gern Äpfel und in Fett
getränkte gequetschte Körner wie etwa Hafer- oder Weizenflocken. Reichen Sie den
Tieren Rosinen, fressen sie diesen besonders schmackhaften und gesunden Leckerbissen lieber
als beispielsweise frische Äpfel.
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Regelrecht genügsam sind dagegen die Bergfinken (Fringilla
montifringilla), sie fressen sehr gern geschälte Sonnenblumenkerne, aber auch andere Sämereien.
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Den Blaumeisen
(Cyanistes caeruleus, früher Parus caeruleus) macht man mit Fettfutter sowie
Meisenknödeln oder -ringen eine große
Freude. Sonnenblumenkerne, Erdnüsse und andere Nusssorten gehören ebenfalls zu den von ihnen bevorzugten Futtermitteln. Am liebsten mögen sie die Nüsse, wenn sie gehackt sind.
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Hoch in der Gunst der
Buchfinken (Fringilla coelebs)
stehen Hanf sowie weitere kleine ölhaltige Sämereien.
Auch zerbrochene Erdnüsse und andere Nuss-Stückchen
gehören zu ihren Leibspeisen.
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Ein in den meisten Teilen Deutschlands
höchst seltener Gast in der Nähe eines Futterplatzes
ist der Buntspecht (Picoides major).
Seinen Ernährungsgewohnheiten kommt man bestens entgegen,
wenn man einen Baumstamm mit Fett (zum Beispiel Kokosfett)
einreibt. Dieses picken die Spechte in der für sie
typischen Manier von der Rinde ab. Gern nehmen die Tiere
ferner gefettete Erdnüsse zu sich, die man in speziellen
Futtersäckchen kaufen und am Futterplatz oder einem
Baum aufhängen kann. Wer mag, kann darüber hinaus
Meisenknödel oder -ringe an einem Baumstamm so
befestigen, dass das Futter fest fixiert ist und nicht frei
schwingen kann. Auf diese Weise serviertes Fettfutter
spricht Buntspechte besonders an.
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Für Eichelhäher (Garrulus glandarius) gilt dasselbe wie
für Buntspechte. Sie sind
ebenfalls große Erdnuss- und Fettfutter-Fans; auch andere Nüsse stehen bei ihnen hoch im Kurs.
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Ein ausgewiesener Allesfresser ist der Feldsperling (Passer
montanus). Von zerbrochenen Nüssen über Fettfutter bis hin zu getrockneten Beeren
und Rosinen schmeckt ihm alles.
An vom Menschen eingerichteten Futterplätzen sind
Gartenbaumläufer (Certhia brachydactyla) nur in seltenen
Fällen anzutreffen. Sollten sie jedoch zu den Gästen in einem Futterhaus
gehören, bevorzugen sie fettiges, weiches Winterfutter.
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Gimpel (Pyrrhula pyrrhula), die man im Volksmund auch Dompfaffen nennt,
haben praktisch denselben Speisezettel wie die
Buchfinken.
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Zerbrochene Nüsse, kleine Ölsämereien (Hanf, Mohn, etc.) sowie geschälte
Sonnenblumenkerne gehören zum Lieblingsfutter der Grünfinken
(Carduelis chloris), die gelegentlich auch Grünlinge genannt werden.
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Auch Haubenmeise
(Lophophanes cristatus, früher Parus cristatus) gehören mancherorts zu den Besuchern von Futterplätzen. Auf ihrem Speiseplan stehen Fettfutter sowie
Meisenknödel oder -ringe. Nussbruch bestehend aus Erdnüsse, Haselnüssen und anderen Nusssorten sowie Sonnenblumenkerne mögen diese Vögel ebenfalls sehr gern.
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Wie seine nahen Verwandten, die
Feldsperlinge, fressen auch die
Haussperlinge (Passer domesticus), im Volksmund Spatzen genannt,
im Grunde alles, was man ihnen serviert.
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Zu den ausgesprochen scheuen Besuchern eines vom Menschen
eingerichteten Futterplatzes gehören die zierlichen Heckenbraunellen
(Prunella modularis). Diese Vögel kann man mit Mohn, Negersaat, sehr kleinem
Nussbruch und feinen Sämereien eine Freude machen. Sie halten sich meist am Boden auf,
weshalb man das Futter für sie in der Nähe des Futterplatzes auf dem Grund ausstreuen
sollte.
Kernbeißer (Coccothraustes
coccothraustes) fressen gern Sonnenblumenkerne. Mit
ihren kräftigen Schnäbeln können sie diese
leicht öffnen.
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Kleiber (Sitta europaea) fressen gern
Fett direkt vom Baum. Hin und wieder "verirren" sie sich
jedoch auch an einen Futterplatz, wo sie vor allem an
hängend montierten Futtersilos gern Getreideflocken, Hanf,
Nüsse und geschälte Sonnenblumenkerne aufpicken.
Manche Kleiber klettern sogar in Futterhäuschen und holen sich von dort Futter. Andere Vogelarten haben dann meist nichts mehr zu melden, da
Kleiber überaus dominant sein können. Oft
verschwinden die Kleiber mit den dargebotenen Leckerbissen
und verstecken diese unter der Rinde von Bäumen, wie es
für ihre Art typisch ist.
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Kohlmeisen (Parus major) fressen wie genau wie andere Meisenarten ausgesprochen gern
fettiges Futter. Aber auch geschälte Sonnenblumenkerne und gehackte Nüsse werden von ihnen
nicht verschmäht. Werden ganze Nüsse angeboten, picken die Meisen schnabelgerechte Stücke aus ihnen heraus.
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Kleine Nussstückchen sollten es für die Rotkehlchen (Erithacus
rubecula) sein, dann aber bitte am Boden wie etwa
für die Heckenbraunellen.
Ferner fressen Rotkehlchen gern fetthaltiges Futter,
Getreideflocken sowie spezielles Futter für
Insektenfresser, in dem beispielsweise getrocknete Mehlwürmer Ameisenpuppen
enthalten sind.
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Die Schwanzmeisen (Aegithalos
caudatus) teilen in Sachen Nahrung die Vorlieben der
Gartenbaumläufer.
- Sämtliche Spechtarten tun es dem
Buntspecht gleich. Sie ernähren
sich überwiegend von Fettfutter und sind begeisterte
Abnehmer von Nüssen, vor allem Erdnüssen.
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Obgleich der Großteil der Stare (Sturnus vulgaris) in
südlichen Gefilden überwintert, bleiben in Deutschland immer wieder
vereinzelte Gruppen dieser Vögel selbst in den kalten
Monaten ihrer Heimat treu. Vor allem in Großstädten
finden sie ein für sie angenehmes Mikroklima vor und
halten sich dort gern auf. Sie ernähren sich
überwiegend von Fettfutter. Spezielle Staren-Futterblocks sind im Fachhandel erhältlich.
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Auch Stieglitze (Carduelis
carduelis) lassen sich im Winter gern an vom Menschen
eingerichteten Futterplätzen blicken, sofern sie sich einmal daran gewöhnt haben. Locken kann man sie im Spätherbst mit in der Natur gesammelten Distelköpfen voller Samen. Zu ihrer bevorzugten
Nahrung gehören feine Sämereien, darunter zum
Beispiel Mohn. Mit Hilfe dieser kleinen, energiereichen
Körnchen führt man den bunten Vögeln die für
sie in der kalten Jahreszeit lebensnotwendige Energie zu.
- In manchen Regionen Deutschlands kann man an einem
Futterplatz oft Sumpfmeisen (Parus
palustris) beobachten. Sie fressen nahezu dasselbe wie
Blaumeisen.
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Neben den oben genannten Meisenarten kommen hier zu Lande
die Tannenmeisen (Parus ater) vor.
Diese Vögel fressen wie ihre Verwandten, die
Blaumeisen, ausgesprochen gern
fettiges Futter. Daher verspeisen sie neben Meisenknödeln und -ringen auch Hanf, Negersaat
und geschälte Sonnenblumenkerne.
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Der kleinste Gast am Futterplatz ist der nur neun Gramm
schwere und 9,5 Zentimeter lange Zaunkönig
(Troglodytes troglodytes). Er gehört zu den
Weichfressern unter den einheimischen Singvögeln, weshalb
man ihm vor allem mit auf dem Boden ausgelegtem, weichem Futter
wie Haferflocken sowie feinen Sämereien wie Mohn,
Negersaat und winzigem Erdnussbruch eine große Freude
machen kann.
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In hängenden Netzen angebotene ganze oder zerbrochene
Nüsse stellen die bevorzugte Nahrung der
Zeisige (Carduelis spinus) dar.
Fast alle genannten Vogelarten fressen darüber
hinaus gern frisches Obst wie die oben erwähnten Äpfel oder Birnen. Foto rechts © Ruth Tremp
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