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Winter
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Futter für
Wasservögel
Zu
den Vögeln, die sehr harte Winter ohne die Hilfe des
Menschen nur schwer überstehen
können, gehören auch die Wasservögel. Enten,
Schwäne, Blässhühner
und Co. haben nicht nur unter dem normalen jahreszeitlich bedingten
Nahrungsmangel zu leiden. Für
sie stellen zufrierende Seen und Flüsse eine sehr ernste
Situation und mitunter eine Bedrohung ihres Lebens dar. Denn viele
dieser
Vögel finden ihre natürliche Nahrung im Wasser. Im
Winterhalbjahr ist ohnehin wenig Nahrung zu finden, und wenn dann auch
noch eine geschlossene Eisdecke verhindert, dass die
Vögel nach Futter suchen können, stellt dies eine
schwierige Situation für
sie dar. Foto: Blässhühner einem See, ©
Andrea Wiegand
Manche
Wasservögel suchen zudem an Land auf Wiesen nach Nahrung,
darunter beispielsweise Stockenten, Teichhühner oder
Gänse. Liegen die Wiesen längere Zeit unter einer
dicken Schneedecke verborgen, gelangen die Vögel auch dort
nicht mehr an ihre natürliche Nahrung. Deshalb ist es wichtig,
im Winter auch an hungrige Wasservögel zu denken, wenn man
Wildtieren helfen möchte. Allerdings sei angemerkt, dass in
manchen Städten das Füttern von Wasservögeln
verboten ist. Sie sollten sich also im Vorfeld erkundigen, ob
für bestimmte Gebiete gegebenenfalls
Fütterungsverbote erlassen wurden. Foto: Stockenten-Weibchen
im Schnee, © Maren Reinecke
Bei der
Fütterung von Wasservögeln sind jedoch einige
wichtige Aspekte zu beachten. Bedauerlicherweise gehen die meisten
Menschen davon aus, dass altes Brot ein sinnvolles
Futtermittel für diese Tiere darstellt. Fast jeder kennt die
bei vielen
Menschen beliebte Freizeitbeschäftigung, und vor allem mit
ihren Kindern gehen viele Leute gern
"Enten füttern", wobei in aller Regel Brot an die
Vögel verteilt wird.
Es ist zwar nicht so, dass Brot schädlich ist,
sofern es in kleinen Mengen verfüttert wird. Doch als
Alleinfuttermittel ist es für Wasservögel nicht
geeignet! Foto: Höckerschwäne im Winter, ©
Andrea Wiegand

Foto: Stockenten auf zugefrorenem See, © Maren Reinecke
Bei
einer längeren ausschließlichen Ernährung
mit Brot kann es bei einigen Vogelarten zu massivem
Nährstoffmangel kommen, der zum Beispiel in der bevorstehenden
Brutzeit zu dünnschaligen Eiern oder gar zu einer
tödlichen Legenot bei den Weibchen führen kann. Hinzu
kommt, dass Brotreste, die nach der Fütterung übrig
bleiben, für eine Verschlechterung der Wasserqualität
sorgen. Die Gewässer können dann eutrophieren, das
heißt, sie werden überdüngt und somit zu
einer stinkenden, bräunlich-grünlichen
Brühe. Dies gilt insbesondere für Gewässer
ohne natürlichen Zu- und Abfluss. Einer der Gründe
für Fütterungsverbote kann die Eutrophierungsgefahr
sein! Foto © Gaby
Schulemann-Maier

Foto: Teichhuhn auf einer Eisschicht, © Maren Reinecke
Dennoch kann man Wasservögel - sofern die
Bestimmungen es zulassen - füttern. Geeignete Futtermittel
für Wasservögel sind:
- Getreide
- Hühnerfutter
- Wassergeflügelfutter
- Kleie
- Eicheln
- Obststücke (werden zum Beispiel von
Stockenten genommen)
- weiche Kartoffelstücke
- klein geschnittenes Brot,
Körnerbrötchen oder Dreikorntoast (möglichst
frisch und in Maßen!)
Sämtliches
Frischfutter, das den Wasservögeln gereicht wird, sollte klein
geschnitten und auf gar keinen Fall
gefroren sein. Normalerweise verzehren die Vögel das ihnen
angebotene Futter rasch, sodass
kaum die Gefahr des Einfrierens von Frischkost besteht, sofern man
keine zu großen Mengen
auslegt. Um zu verhindern, dass sich ungebetene Gäste
ansiedeln, sollte nur soviel
verfüttert werden, wie die Tiere innerhalb kurzer Zeit
verzehren können. Foto © Gaby
Schulemann-Maier
Jedes Futter, das Wasservögeln angeboten wird,
sollte frisch sein. Getreide,
das muffig riecht oder gar verschimmeltes Brot dürfen auf gar
keinen Fall an Wasservögel
oder andere Tiere verfüttert werden!
Wie bereits in
der Auflistung erwähnt, kann man
Wasservögel auch mit speziellem
Wassergeflügelfutter ernähren. Besonders gut sind
spezielle Presslinge oder Pellets
geeignet, die so leicht sind, dass sie an der Wasseroberfläche
schwimmen und deshalb von
den Vögeln besonders leicht aufgenommen werden
können. Auch spezielles Streufutter für
Gänse und Wasservögel, das am Rand von Teichen und
Seen ausgestreut werden kann, ist ideal zur Winterfütterung
der Vögel geeignet, siehe Abbildung rechts. Foto:
Kanadagänse fressen Spezialfutter, © Gaby
Schulemann-Maier
Ein Mitglied des
Wildvogelhilfe-Teams hat sehr gute Erfahrungen mit dem Futter "Lundi
Regular" gemacht, das
über Hof-Bremehr
bestellt werden kann. Auf der Website findet sich auch eine Liste von
Verkaufsstellen, sodass
unter Umständen eine Online-Bestellung nicht erforderlich ist.
So bitte nicht!
Die Fotos unter diesen Zeilen zeigen, wie man
Wasservögel im Winter auf gar keinen Fall füttern
sollte. Ganze Toastbrotscheiben oder ins Wasser geworfene
Brötchen helfen den Tieren nicht, weil sie keine
Zähne haben, um das Futter zu zerkleinern. Das Brot saugt sich
voll und sinkt meist zu großen Teilen auf den Grund des
Gewässers, wo es das Wasser verschmutzt. Wie bereits weiter
oben beschrieben wurde, sollte Brot ohnehin nicht als
Alleinfuttermittel eingesetzt werden. Auch andere Nahrungsmittel wie
beispielsweise Pommes frites, die für uns Menschen
bekömmlich sind, sollte man an Wildvögel nicht
verfüttern. Alle Fotos © Gaby
Schulemann-Maier

Dieses
Blässhuhn versucht vergeblich, von einem Sesamring zu fressen.

Auch diese Nilgans
hat Schwierigkeiten, Stücke aus dem Sesamring zu
reißen.

Pommes frites sind
kein geeignetes Futter für Teichhuhn und Co.

Gut gemeint, aber
nicht gut gemacht: Damit sollte man Wasservögel nicht
füttern.
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