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Hygiene am Futterplatz
Von großer Bedeutung bei der
Wildvogelfütterung ist die Hygiene am Futterplatz und in dessen unmittelbarer
Umgebung. Als gewissenhafter Naturfreund muss man die meisten
Futterhäuschen aufgrund ihrer Konstruktionsweise
regelmäßig (oft sogar täglich) reinigen, um die Ausbreitung von Krankheiten oder gar Seuchen unter
den Vögeln zu vermeiden. Diese galten bisher als große Gefahr für Vögel am Futterplatz, allerdings belegen die jüngsten Untersuchungsergebnisse aus der Forschung, dass die Verunreinigung des Futterplatzes mit Vogelkot bei weitem nicht so schädlich für die Tiere ist wie früher angenommen wurde, denn das Immunsystem der Vögel arbeitet sehr effizient. Dennoch sollte man den Futterplatz nicht verkommen lassen, zumal die Reinigung der meisten Futterspender alles andere als zeitaufwändig ist. Der Zoofachhandel bietet
zudem spezielle Reinigungsmittel für Futterplätze an, die
nicht übermäßig viel Geld kosten. Scharfe Desinfektionsmittel sollten nur mit Vorsicht eingesetzt werden, denn ihre Rückstände könnten die Vögel vergiften. Foto
© Firma Futter-spatz.de
Obwohl die Gefahr, die vom Vogelkot ausgeht, für andere Vögel deutlich geringer zu sein scheint als jahrelang angenommen wurde, können in den "Hinterlassenschaften" Krankheitserreger versteckt sein. Vor allem auf feuchtem Vogelfutter, das beispielsweise durch Schnee oder
Regen aufgeweicht worden ist, finden Krankheitserreger beste Lebensbedingungen.
Nicht nur deshalb ist es wichtig, dass das Futter möglichst trocken bleibt. Zu den gefährlichsten Krankheitserregern
gehören unter anderem die
Salmonellen,
die zum Beispiel über den Verzehr von rohen oder nicht ausreichend lang gegarten Hühnereiern auch den Menschen befallen können. Foto © Ruth Tremp
Sollten Sie in unmittelbarer Nähe Ihres Futterplatzes
einen verstorbenen Vogel finden, besteht kein Grund zur Panik. Es ist möglich, dass der Vogel einfach alt war oder dass die Kälte des Winters ihm zu sehr zugesetzt hat. In der Natur sterben nicht alle Vögel an ansteckenden Krankheiten. Sollten sie hingegen mehrere tote Tiere innerhalb kürzester Zeit finden,
so sollten Sie umgehend das gesamte Futterhäuschen
oder die Silos gründlich desinfizieren, da mit einer gewissen
Wahrscheinlichkeit eine hochgradig ansteckende Krankheit vom
Futterplatz ausgeht, die die Wildvögel rasch tötet.
Mitunter kann es ratsam sein, den Futterplatz für einige Tage zu schließen, um die Infektionskette zu durchbrechen. Hierzu berät Sie sicher gern Ihr Tierarzt. Allerdings wäre es ferner denkbar, dass etwas mit dem Futter nicht in Ordnung ist, weshalb sie unter Umständen sicherheitshalber das Futter austauschen sollten.
Über Nacht sollte kein Futter in der Reichweite von Kleinsäugern wie Mäusen liegen bleiben, denn während sie sich daran satt essen, scheiden sie meist auch Kot aus. Dadurch können Krankheitserreger auf die Vögel übertragen werden, die am nächsten Tag das damit verschmutzte Futter fressen. Freilich gilt dies nicht für Futtermittel, die den Wildvögeln in Hängesilos oder ähnlichen Konstruktionen angeboten werden, weil sie von Kleinsäugern nicht erreicht werden können. Foto rechts:
Kohlmeise am Meisenknödel, © Carol Häussermann
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