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Die einzelnen Futtermittel
Drohnenbrut (Bienenlarven) Bei manchen Imkern ist dieses Futtermittel erhältlich, das sehr fetthaltig ist. Drohnenbrut kann im Winter schnell gefrieren, deshalb sollte man nie zu große Mengen reichen. Sie sollte beigebraun bis dunkel gefärbt sein, anderenfalls ist sie verdorben. Man kann sie einfrieren, lebend verfüttern oder blanchieren. Wie man Drohnenbrut blanchiert, können Sie im Kapitel über Futter für von Hand aufgezogene Wildvogel-Jungtiere nachlesen. Auch dann, wenn die Brutsaison gerade beginnt und die ersten Vögel ihren Nachwuchs zu ernähren haben, es jedoch noch Kälteeinbrüche gibt, stellt Drohnenbrut ein gutes Zusatzfutter für die Wildvögel dar. Energiekuchen und -blöcke Diese Begriffe klingen ein wenig seltsam, dahinter verbergen sich aber die Bezeichnungen für sehr hochwertige Futtermittel. Die Worte umschreiben Fettfutterblöcke oder -zylinder, die verschiedene Beimengungen wie Saaten, Nüsse, Beeren oder sogar Insekten enthalten und mit Vitaminen sowie Mineralstoffen aufgewertet wurden. Sie sind beispielsweise bei vivara erhältlich und man kann damit gezielt Vogelarten wie Rotkehlchen, Stare oder Amseln mit Futter versorgen. Feinsämereien Einige zierliche Körnerfresser nehmen in kleinen Mengen Feinsämereien zu sich. Da diese weniger Energie liefern als Nüsse und Fettfutter, sollte man keine zu großen Mengen einkalkulieren, denn die Vögel greifen in der kalten Jahreszeit lieber auf energiehaltigeres Futter zurück. Wer dennoch Feinsämereien am Futterplatz servieren möchte, dem stehen eine Reihe unterschiedlicher Saaten zur Auswahl: Baumsamen, Salatsamen, Sommerrübsen, Nachtkerze, Vogelmiere, Melde, Ampfer, Wegerich, Knöterich, Klette und Grassamen. Vor allem mit Distelsamen, am besten in Köpfen gereich, kann man mit ein wenig Glück Stieglitze an den Futterplatz gewöhnen. Fettfutter Als Fettfutter werden jene Futtermittel bezeichnet, die besonders fetthaltig sind. Zu ihnen zählen neben den bekannten Meisenknödeln und -ringen auch fettiges Streufutter, Fettflocken (siehe weiter unten beim Gedreide) oder Energieblöcke. Im Winter liefert Fettfutter den Vögeln schnell große Energiemengen, weshalb es gern von vielen Vogelarten genommen wird. Man kann es leicht selbst herstellen, siehe Rezept-Kapitel. Fleisch und Fisch Im Winter können auch Greifvögel und Fisch fressende Gefiederte in Not geraten, weil sie zu wenig Nahrung finden. Diesen Vögeln kann man ebenfalls zu helfen versuchen, allerdings ist die Fütterung dieser Tiere nicht leicht und oft nur unter Erfüllung gesetzlicher Auflagen erlaubt. Als Futter für Fleischfresser eignen sich beispielsweise Rinderherzen. In manchen Literaturquellen wird die Lebendfütterung mit Mäusen empfohlen, was jedoch aus Tierschutzgründen fragwürdig ist. Fischfresser erbeuten am liebsten lebenden Fisch, hierfür empfehlen sich beispielsweise Stinte. Auch in Streifen geschnittenes Fischfilet wird von manchen Arten genommen. Nähere Informationen entnehmen Sie bitte den Kapiteln über diese Nahrungsspezialisten unter den Vögeln. Achtung: Fleisch und Fisch sollten nach Möglichkeit nicht in gefrorenem Zustand gereicht werden, das ist bei der Fütterung unbedingt zu bedenken! Getreideflocken und -körner Zu den wichtigsten Getreiden, die bei der Fütterung der Wildvögel eine Rolle spielen, gehören Hafer, Weizen, Dinkel, Gerste und Roggen. Man kann sie als ganzes oder als gequetschtes Korn, sprich als Flocken, verfüttern. Weil sie den Vögeln in ihrer reinen Form im Winter jedoch nur wenig Energie bringen, werden sie meist nicht gern genommen. Anders stellt sich die Situation dar, wenn man Fettfutter aus dem Getreide herstellt.
Getrocknete Beeren In der intakten Natur finden Vögel im Sommer und Herbst allerlei reife Beeren vor, die zum Spätherbst und Winter hin trocknen und von den Tieren nach wie vor gern gefressen werden. Dort, wo es nur wenige natürliche Futterquellen dieser Art gibt, kann es sinnvoll sein, Beerenliebhabern wie Amseln und anderen Drosseln getrocknete Beeren am Futterplatz zu servieren. Zum Verfüttern eignen sich: Holunder, Eberesche, Mehlbeere, Schneeball, Efeu, Pfaffenhütchen, Liguster, Berberitze, Hartriegel, Kornellkirsche, Weißdorn, Heckenrose, Schwarzdorn, Hagebutte, etc. Noch sinnvoller wäre es freilich, im Garten entsprechende Pflanzen zu pflegen, damit die Tiere dort die Beeren auf natürlichem Wege vorfinden. Hanf
Insekten Viele Wildvögel sind Insektenfresser, weshalb es sinnvoll ist, ihnen entsprechende Nahrung zu reichen. Der Fachhandel bietet eine Reihe von Futterinsekten an, die den Vögeln nicht nur durch den Winter helfen können, sondern auch während des zeitigen Frühlings eine artgerechte Zusatznahrung darstellen, weil sie den Jungvögeln zu Gute kommt. Rotkehlchen fressen beispielsweise im Winter unter anderem getrocknete Mehlwürmer. Kleie
Kolbenhirse
Maiskörner, Maisflocken und Maisschrot Zwar ist Mais in vielen Futtermischungen enthalten, aber die ganzen Körner werden von den meisten Wildvögeln nicht aufgenommen, weil sie weniger Energie enthalten als beispielsweise Fettfutter oder Nüsse, und weil sie andererseits schlicht zu groß sind, um von den Körnerfressern verwertet zu werden. Maisschrot wird von einigen Vögeln hingegen durchaus in kleineren Mengen angenommen, dasselbe gilt für Maisflocken. Mohn
Negersaat
Achtung: Da Negersaat bei Jungvögeln zu Verdauungsschwierigkeiten führen kann, sollte dieses Futtermittel ab dem Beginn der Brutperiode (also im Spätwinter) vorsichtshalber nicht mehr gereicht werden! Nüsse
Größere Vögel nehmen ganze Erdnüsse zu sich oder tragen sie in Verstecke. Kleinere Vögel hingegen können mit ganzen Nüssen nichts anfangen, für sie stellt Erdnussbruch die bessere Alternative dar. Haselnüsse sind zu groß, um als Ganzes an Wildvögel verfüttert zu werden. Sie sollten unbedingt zuvor zerkleinert und dann möglichst frisch gereicht werden. Zum Zerkleinern eignen sich viele handelsübliche Pürierstäbe und Küchenhäksler. Walnussschalen sind sehr hart, weshalb die Nüsse geknackt und halbiert gereicht werden sollten. Auch Walnussbruch ist bestens zum Verfüttern geeignet, sollte jedoch ebenfalls möglichst frisch sein. Aufgeschnittene Kokosnüsse sollen ebenfalls von Vögeln angenommen werden, berichten einige Quellen. Meisen seien hierfür bevorzugte Abnehmer. Obst Frisches Obst stellt eine sinnvolle Ergänzung des winterlichen Speiseplans der heimischen Wildvögel dar. Allerdings nehmen die Vögel die meisten Obstsorten nicht an. Äpfel werden im Allgemeinen recht gern bepickt. Reichen Sie stets nur Obst, das nicht mit Pestiziden belastet ist und das auf gar keinen Fall verdorben (verschimmelt) sein sollte. Achtung, die meisten Experten raten davon ab, Obst in großen Mengen zu reichen, weil es gefrieren könnte. Gefrorenes Futter ist nicht sonderlich bekömmlich für Wildvögel! Die Wacholderdrosseln auf dem Foto unter diesen Zeilen stürzen sich in Scharen auf Äpfel. Foto © Pixelio.de
Rosinen Als Rosinen bezeichnet man alle getrockneten Weinbeeren. Sultaninen werden aus Sultana-Trauben gewonnen, Korinthen sind die getrockneten Beeren der Traubensorte "Schwarze Korinthe". Sofern Rosinen ungeschwefelt und frei von chemischen Zusätzen sind, eignen sie sich als Futter für Wildvögel. Sie können lose in Futterhäuser gestreut oder in Silos gegeben werden. Da sie erheblich weniger Energie als beispielsweise Fettfutter liefern, werden sie normalerweise nur in geringen Mengen gefressen. Sesam Zu den Ölsaaten gehören auch die Sesamsamen. Sie können Wildvögeln in kleinen Mengen gereicht werden und finden insbesondere unter den zierlichen Körnerfressern einige Abnehmer. Sesamsamen sollten weder ranzig, noch verschimmelt sein. Auf gar keinen Fall sollten sie geröstet oder gesalzen sein, wenn man sie Wildvögeln als Futter reichen möchte. Sonnenblumenkerne
Man kann Sonnenblumenkerne in allen erdenklichen Fütterungsgegenständen servieren, angefangen vom Hängesilo bis hin zum Futterhäuschen. An trockenen Stellen kann man die Kerne auf dem Boden verteilen. In einem vogelfreundlichen Garten lassen sich Sonnenblumen problemlos selbst anpflanzen, die Vögel können die reifen Fruchtstände selbst ausklauben, was viele Arten sehr gern tun. Foto unten links © Michael Müller, Foto unten rechts © Dagmar Offermann
Ziervogelfutter Manche Literaturquellen empfehlen Ziervogelfutter als brauchbare Nahrung für Wildvögel, also beispielsweise eine Körnermischung für Wellensittiche oder Kanarienvögel. Erfahrungsgemäß nehmen Wildvögel jedoch lieber energiehaltigere Nahrung wie Fettfutter oder Nüsse zu sich. Wer ohnehin Ziervögel im Haus und das Futter deshalb vorrätig hat, kann freilich zu Testzwecken ein wenig davon am Futterplatz auslegen und schauen, wie gut es angenommen wird. Futtermittel, die man zur Unterstützung der Altvögel während der Brutperiode reichen kann Während der Phase der Jungenaufzucht sollte man vor allem insektenreiche Futtermittel, also beispielsweise Energieblocks mit Insekten oder getrocknete sowie lebende Mehlwürmer reichen; von letzteren jedoch nicht zu viele. Auch Drohnenbrut (Bienenlarven) stellen dann ein gutes Futter da. Weitere Informationen über Futterinsekten, die man während frostfreier Perioden reichen kann, finden Sie in der Rubrik über die Aufzucht von Jungvögeln. Achtung, Mutterkorn!
Der Mutterkornpilz ist deshalb so gefährlich, weil er giftige Alkaloide produziert. Für einen Menschen können fünf bis zehn Gramm dieser "Körner" tödlich sein. Das bedeutet: Frisst ein kleiner Vogel ein Mutterkorn, so ist dies für ihn tödlich! Das Foto zeigt eine Roggenähre mit Mutterkornpilz-Befall. Es wurde freundlicherweise von Dr. D. Engelke und der Biologischen Bundesanstalt für Land- und Forstwirtschaft (BBA) bereitgestellt.
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