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Hilfe für Fischfresser
Selbst unter der Oberfläche zugefrorener Seen, Bachläufe und Flüsse können Nahrungsspezialisten wie die Eisvögel noch auf die Jagd gehen, so lange sie ein ausreichend großes, eisfreies Einflugloch vorfinden. Reiher können ebenfalls nur dann ihre natürliche Beute jagen, wenn sie zumindest teilweise offene Wasserstellen finden. Diese Vögel bevorzugen natürliche Beute, meist verschmähen sie vom Menschen an Futterplätzen gereichten toten Fisch. Vor allem Eisvögel sind in dieser Beziehung sehr wählerisch.
Reiher jagen in relativ flachen Wasserbereichen, also meist in der Nähe des Ufers. Deshalb hilft es diesen Vögeln, wenn Uferzonen eisfrei gehalten werden. Auch andere Wasservögel profitieren von solchen nicht vereisten Gewässerstellen, weil zum Beispiel Enten und Blässhühner von dort aus zu Tauchgängen starten können. Muscheln am Boden von Gewässern stehen im Winter unter anderem auf ihrem Speiseplan, was man oft daran erkennen kann, dass die Schalen dieser Tiere, also die Reste der Mahlzeiten, rund um die eisfreie Stelle auf dem Boden liegen.
Sollte es unmöglich sein, Gewässer durch Aufhacken eisfrei zu halten, kann man versuchen, hungrige Reiher anderweitig zu füttern, denn in großer Not nehmen sie vom Menschen dargebotene, artgerechte Nahrung durchaus zuweilen an. Geeignetes Reiherfutter ist:
Um Eisvögel, siehe Foto rechts, vor dem Verhungern zu retten, weil keine eisfreie Gewässerzone mehr vorhanden
ist oder weil die Ansitze durch den Menschen oder ein Unwetter zerstört wurden, kann man
versuchen, ihnen schnabelgerechte Fischfiletstücke schwimmend anzubieten. Das heißt,
man sollte Schüsseln mit Wasser aufstellen und den Fisch hinein geben. Sobald das Wasser zu
gefrieren beginnt, ist die Nahrungsquelle für Eisvögel nutzlos, deshalb muss man die
Futterstelle sorgfältig überwachen, damit die Vögel nicht quasi vor dem gedeckten
Tisch verhungern, weil das Futter im Wasser eingefroren ist.
Foto © Frank Güllmeister/Pixelio
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