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Warnung vor Ambrosia

In der Dezember-Ausgabe 2007 veröffentlichte die Zeitschrift ÖKO-TEST einen Artikel über Vogelfutter und die darin enthaltenen Saaten. Ein Bestandteil vieler Vogelfuttermischungen, die zu jener Zeit im Handel erhältlich waren, sind die Samen der Ambrosia-Pflanze (Ambrosia artemisiifolia), die botanisch korrekt als Beifuß-Ambrosie bezeichnet wird und ursprünglich aus Nordamerika stammt. Sie wurde nach Europa - nicht zuletzt durch Vogelfutter - eingeschleppt und hat sich in unserer Natur inzwischen stark ausgebreitet. Bedenklich hieran ist, dass die Pollen der Beifuß-Ambrosie als hochallergen gelten und Allergikern massive Probleme bereiten.

Samen eben dieser Pflanze, die vielen Menschen im Frühjahr das Atmen zur Qual werden lässt, wurden laut ÖKO-TEST in 15 der 18 getesteten Futtermischungen nachgewiesen. Sie sind vermutlich als (unerwünschte) Beimengung in das Futter geraten, weil die Beifuß-Ambrosie gemäß der Zeitschriften-Redaktion zum Beispiel auf ungarischen Sonnenblumenfeldern in großer Zahl gedeiht - und Sonnenblumenkerne sind feste Bestandteile der meisten Futtermischungen.

Da Vögel nicht alle Samen aufnehmen und etwa durch Verwehung (starker Wind ist im Winter keine Seltenheit) einige Körnchen ins Erdreich gelangen, trägt die Fütterung der Vögel somit ungewollt zur Verbreitung der Beifuß-Ambrosie bei. Um dies zu verhindern, sollten Vogelfreunde darauf achten, den Vögeln nur solche Futtermischungen zu reichen, die frei von Ambrosia-Samen sind. Als frei von Ambrosia-Samen gelten die Futtermischungen "Prestige Gestreifte Sonnenblumenkerne", "Royal Animal Sonnenblumenkerne gestreift" und "Vogelpick Winter Fettfutter". Bei den übrigen im Test untersuchten Futtermischungen waren zumindest die untersuchten Chargen mit den problematischen Samen belastet.

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