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Saatgans oder Rietgans (Anser fabalis)
Abbildung aus
"Naumann - Naturgeschichte der Vögel Mitteleuropas" mit freundlicher Genehmigung
der TU München.
Größe: 80 cm
Spannweite: 165 cm
Gewicht: 3000 bis 4100 g
Merkmale: Diese Gänseart sieht der
Graugans von der Statur her sehr ähnlich, ihr Gefieder ist jedoch
ein wenig bräunlicher und dunkler. Da die in Deutschland
überwinternden Saatgänse aus sehr unterschiedlichen Teilen
des Verbreitungsgebietes stammen, variiert die Färbung ihrer
Schnäbel stark. An der Basis sind sie dunkel bis schwarz gefärbt,
im mittleren Bereich variiert die Farbe von rosa bis hin zu einem
Gelbton. Die Schnabelspitze ist bei den meisten Vögeln dunkel bis
schwarz; die Füße der Saatgänse sind orangefarben.
Lebensraum: Das Brutgebiet der Saatgänse liegt
in der Tundra und in der nördlichen Nadelwaldzone Eurasiens. Im
späten Sommer sammeln sich die Vögel an den nordeuropäischen
Küsten und ziehen in großen Verbänden in ihre
Überwinterungsgebiete, die sich bis in die norddeutsche Tiefebene
und bis in die Niederlande erstrecken. In besonders strengen Wintern
weichen sie der mitteleuropäischen Kälte aus und ziehen noch
weiter gen Süden. Auf diese Weise haben einige Saatgänse sogar
schon Marokko erreicht.
Nahrung: Saatgänse sind reine Vegetarier. Mit
ihren seitlich gezähnten Schnäbeln können sie besonders
gut Gras abreißen, ihre Hauptnahrung im Winter. Mancherorts
haben sich die Tiere auf das Picken von Getreidesaaten spezialisiert,
was sie zu unbeliebten Überwinterungsgästen in den betroffenen
Regionen hat werde lassen. In ihren Brutgebieten ernähren sich
Saatgänse auch von Beeren und Flechten.
Zugverhalten: Die Saatgans ist ein Zugvogel, der zum
Überwintern nach Deutschland, Österreich und in die Schweiz
kommt.
Englischer Name: Bean Goose
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