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Singvogelmord in Südeuropa
Jedes Jahr im Herbst stellen zahllose Jäger Singvögeln
nach, die in ihre afrikanischen Winterquartiere fliegen.
Millionen Singvögel fallen in den südlichen Ländern
Europas dem brutalen Freizeitsport dieser Menschen zum
Opfer. Zwar stehen Singvögel in den EU-Ländern bereits
seit vielen Jahren unter gesetzlichem Schutz. Das ist
jedoch nur graue Theorie, denn die zuständigen Regierungen
stehlen sich regelmäßig aus der Verantwortung wenn es darum
geht, die jährlich stattfindende Bejagung zu stoppen. Foto
rechts: Laubsänger im Netz, ©
Komitee.de
Vor allem in Italien, Frankreich und Malta geraten immens
viele Vögel in illegal aufgestellte Fallen oder vor die
Schrotflinten skrupelloser Hobbyjäger. Meist wird die
Jagdsaison in diesen Ländern etwa Mitte September eröffnet.
Bis wann die einzelnen Vögel bejagt werden dürfen, hängt
davon ab, welcher Art sie angehören. Ende Dezember beginnt
für einen großen Teil der Arten die Schonzeit; sämtliche
verbleibenden Spezies dürfen bis Ende Januar erlegt werden.
Zwischen September und November sind die meisten Arten auf
dem Weg in ihre Winterquartiere, weshalb die Tiere in
unvorstellbar großer Stückzahl getötet werden.
Foto rechts: Getötete Schwalbe und Mauersegler. Foto rechts: Getötete
Rauchschwalbe und Mauersegler, © Komitee.de
Autorin des Sonderbeitrags: Gaby Schulemann-Maier
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