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Brutale Folterinstrumente: Rosshaarschlinge

Drossel in Rosshaarschlinge Der größte Teil der Singvögel gerät in Fallen, aus denen sie nicht mehr entkommen können. Solche Fallen sind dafür berüchtigt, die Tiere besonders langsam und qualvoll umzubringen. In den französischen Ardennen kommen jährlich etwa eine Million Rosshaarschlingen zum Einsatz, um damit kleine Singvögel zu erbeuten. Beeren dienen als Lockmittel, um die vom langen Flug hungrigen und erschöpften Vögel dazu zu bewegen, sich in der Falle niederzulassen. Foto rechts: Drossel in Rosshaarschlinge, © Komitee.de

Nähert sich ein Vogel, um das verlockende Futter zu fressen, ist es für ihn zu spät - er hat sich bereits in den Schlingen der Falle verfangen. Je mehr sich der Vogel zu befreien versucht, desto enger legen sich die einzelnen, haarfeinen Schlingen um den Hals des Tieres, dessen Schicksal längst besiegelt ist.

Bei dieser Fangmethode werden die Singvögel regelrecht erdrosselt, siehe Abbildung. Dieses Wort hat übrigens genau in diesem Umstand seinen Ursprung, da schon in der Vergangenheit etliche Drosselarten wie etwa die Singdrossel (Turdus philomelos) durch diese Art von Fallen erlegt wurden.

Autorin des Sonderbeitrags: Gaby Schulemann-Maier

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