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Singvögel als Luxusmenü

Getötetes Rotkehlchen Anfang des Jahrtausends wurden jedes Jahr schätzungsweise 40 Millionen Zugvögel, darunter beispielsweise der Kiebitz (Vanellus vanellus), während einer einzigen Jagdsaison getötet. Rund 20 Millionen kleine Singvögel, zu denen das Rotkehlchen (Erithacus rubecula, siehe Abbildung rechts) gehört, gelangten in die Töpfe französischer Köche. Foto rechts: Getötetes Rotkehlchen, © Komitee.de

Der Verkauf getöteter Singvögel ist in Frankreich jedoch offiziell verboten. Unter der Ladentheke wechseln sie vor allem in Geflügelhandlungen gegen viel Bares den Besitzer. Wer in einem Ort auf dem Land bekannt ist, gelangt leicht an die illegale Singvogel-Mahlzeit. Frisch zubereitet stehen Rotkehlchen und ihre Leidensgenossen in ländlich gelegenen Restaurants auf der Karte, in denen französische Minister und andere Gourmets ihre ohnehin schon meist recht stattlichen Bäuche füllen.

Autorin des Sonderbeitrags: Gaby Schulemann-Maier

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