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Unsere Handaufzucht von fünf Blaumeisen Was uns jedoch immer wieder erstaunte, es gab keinerlei "Geschwisterliebe" unter ihnen! Es geht in so einem Gelege nur ums Überleben! Den berühmten Futterneid konnten wir sehr bald feststellen. Da wurde schon mal das eine oder andere Geschwisterchen gepickt und mit lang strecktem Köpfchen versucht, das andere unter Geschrei einzuschüchtern. Wir mussten also genau aufpassen, dass wir bei der mindestens halbstündlichen Fütterung keinen übersahen. Wir bereiteten mehrere Male täglich frisches Futter zu, das von sechs Uhr früh bis 21 Uhr zur Verfügung stand. So konnten wir immer füttern, wenn ein Rackerchen das Schnäbelchen aufriss und mit kräftiger Stimme Nachschub forderte. Wenn sie uns hörten, fing einer an zu schreienund alle schrieen mit. Oft auch schon mal nach zehn Minuten nach der letzen Fütterung. Da ich nicht befürchtete, sie zu überfüttern, bekamen sie dann auch immer etwas. Wenn sie satt waren, blieben die Schnäbelchen einfach zu und sie schliefen ein. Wie praktisch :-) Was ich unbedingt noch erwähnen möchte: NIEMALS LEBENDE INSEKTEN VERFÜTTERN! Diese fressen die Jungvögel von innen auf! Die Elterntiere töten daher Insekten immer vor dem Verfüttern!
Autorin des Sonderbeitrags: Monika Sattler
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