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Verschiedene Nisthilfentypen
Je nach Körpergröße und Vorlieben für die Niststandorte benötigen Vögel
unterschiedliche Hilfestellungen. Auf dieser Seite werden verschiedene Typen von
Nisthilfen vorgestellt, das Kapitel wird in Zukunft erweitert. Den Nisthilfen
für Mauersegler ist ein
separates Kapitel gewidmet.
Röhrenförmige Nisthilfe für Steinkäuze
Tiefe Höhlen sind für
Steinkäuze die idealen Brutplätze. Dicke, morsche Bäume, in denen diese
Hohlräume zu finden sind, gibt es in der Natur jedoch kaum noch. Solche Bäume
werden meist aus Sicherheitsgründen gefällt, damit kein Spaziergänger Schaden
nimmt, falls die Bäume spontan umstürzen. In Gegenden, in denen es Steinkäuze
gibt, sollten deshalb röhrenförmige Nisthilfen für diese Vögel in Bäumen
angebracht werden. Die Röhren bestehen meist aus einer Betonmischung und werden
von den Tieren häufig gern angenommen. Foto ©
Sylvia Urbaniak
Nisthilfe für Weißstörche
Weißstörche kommen nur in einigen
Teilen Deutschlands vor. Innerhalb dieses Verbreitungsgebiets kann es sinnvoll
sein, Plattformen zu errichten, auf denen die Vögel ihre großen und breiten
Nester bauen können. Weißstorchennester sind recht schwer, weshalb die
Plattformen oder Nisthilfen entsprechend stabil sein müssen. Massive
Holzkonstruktionen, die beispielsweise auf Dächern installiert werden, haben
sich hier bewährt. Auch frei stehende Stelzenkonstruktionen nehmen Weißstörche
oft an. Das Foto unten links zeigt eine Plattform auf einem Haus (Foto © Sylvia
Urbaniak), rechts ist eine Storchenkolonie mit Nisthilfen auf Stelzen zu sehen,
die in Zentralspanien zu finden ist (Foto © Gaby Schulemann-Maier, auch Foto in
diesem Absatz).

Nisthilfe für Schellenten
Nicht
alle Enten brüten wie die Stockente offen auf ebenem Untergrund. Ein Beispiel
für Höhlenbrüter unter den Wasservögeln ist die
Schellente. Diese Vogelart benötigt geräumige Bruthöhlen in Bäumen, die in
der Natur allerdings kaum mehr zu finden sind. Im Fachhandel werden spezielle
Nisthilfen mit großem Einstiegsloch angeboten. Diese Nistkästen sind höher als
breit und sie sollten in Gewässernähe in mindestens zwei bis drei Meter Höhe an
einem Baum befestigt werden. Schellenten kommen in Deutschland an Gewässern wie
an Seen, Teichen oder Flüssen vor. Diese schönen Vögel sind weitaus seltener in
unserer heimischen Natur anzutreffen als andere Entenarten, was nicht zuletzt am
Nistplatzmangel liegt. Foto rechts © Sylvia Urbaniak

Schellente im Nistkasten, Foto © Heinz Förster
Vogelhäuschen für Höhlenbrüter und Halbhöhlenbrüter
Unter
den einheimischen Singvögeln gibt es sogenannte Höhlenbrüter und
Halbhöhlenbrüter. Die zuerst genannten brüten für gewöhnlich in Baumhöhlen,
beispielsweise in alten Spechthöhlen. Halbhöhlenbrüter hingegen nutzen in freier
Natur Nischen, die nur teilweise höhlenartig sind, also zum Beispiel Spalten in
Felsen oder größere Astlöcher. Klassische Höhlenbrüter sind unter anderem
Blaumeisen und Kohlmeisen, sie nehmen gern typische Vogelhäuschen an, wie sie im
Handel in allerlei Varianten erhältlich sind. Es gibt sogar "Vogelvillen",
die auch das menschliche Auge erfreuen, sofern man ein wenig Farbe in seinen
Garten bringen möchte und kein schlichtes Vogelhäuschen kaufen mag. Halb offene
Nistkästen für Halbhöhlenbrüter, aber auch Nistkästen für Höhlenbrüter bietet
unter anderem der Händler
Vivara in unterschiedlichen Ausführungen an.
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