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Nistmöglichkeiten für Wildvögel - Einleitung
Fehlende Nist- und Brutmöglichkeiten werden für die
heimischen Vogelarten zunehmend zum Problem. Der Mangel an
Hecken,
morschen Bäumen, berankten Wänden, Ritzen in Mauern und
unter Dächern verringern das Angebot an natürlichen
Nistplätzen kontinuierlich.
(Foto rechts ©
Anke Dornbach)
Unter der Konkurrenz um Brutmöglichkeiten leiden in besonderem Maße Zugvögel.
Kommen sie im Frühjahr nach ihrem langen, anstrengenden Zug
in ihren hiesigen Brutrevieren an, sind viele ökologische Nischen bereits anderweitig
besetzt, häufig von den ausgesprochen anpassungsfähigen
Meisen - vor allem den
Kohlmeisen.
Weil Meisen bereits durch die
Fütterung
im Winter durch den Menschen stark protegiert werden,
ist es aus Sicht des Naturschutzes sinnvoll, nicht die gängigen
Meisenkästen in Garten aufzuhängen, sondern stattdessen
den Brutvorlieben anderer, benachteiligter Vogelarten entgegen
zu kommen.
Die oben beschriebenen Zusammenhänge stellen jedoch nicht die einzigen
Probleme der hiesigen Vogelarten dar. Hinzu kommt eine fortschreitende
gesellschaftliche Entfremdung von der Natur, gepaart mit übertriebener
Sauberkeits- und Ordnungsliebe. In einem "aufgeräumten" Garten werden
sich nur noch wenige Vogelarten wohl genug fühlen, um dort zu
brüten. Wer etwas tun möchte, um einer möglichst breit
gefächerten Artenvielfalt deren bevorzugte Nistplätze und
Lebensräume zu bieten, dem stehen zahlreiche Möglichkeiten für
aktiven Naturschutz offen. (Foto rechts: Graureiher auf seinem Nest, ©
Gaby Schulemann-Maier)
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