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Infektionskrankheiten des Gesamtorganismus Als Infektion wird das Eindringen von Krankheitserregern, so genannten pathogenen Keimen, in den Organismus bezeichnet. Die Zeitspanne von der Infektion bis zum Krankheitsausbruch nennt man Inkubationszeit. Sitzt ein Vogel matt am Boden herum und ist er sehr geschwächt, so könnte eine Infektion vorliegen und es muss in diesem Fall mit einem wirksamen Antibiotikum behandelt werden. Vor der Wahl eines Antibiotikums sollte immer ein Resistenztest durchgeführt werden, um herauszufinden, welches Präparat die besten Erfolgsaussichten verspricht! Hierfür wird vom Tierarzt eine entsprechende Probe (Abstrich, Blut- oder Kotprobe) entnommen und an ein medizinisches Labor gesandt. Die Analyse kann bis zu drei Tage, in extremen Fällen sogar bis zu einer Woche, in Anspruch nehmen. In akuten Krankheitsfällen wird die Zeit, bis das Ergebnis vorliegt, meist mit einem Breitbandantibiotikum überbrückt.
Psittakose (Papageienkrankheit), auch Ornithose genannt
Achtung, die Psittakose ist eine anzeigenpflichtige Seuche! Besteht ein Verdacht auf Psittakose, so schaltet sich der Amtstierarzt ein, der entscheidet, ob der erkrankte Vogel euthanasiert wird. Bei anderen Vogelarten, wie beispielsweise Tauben und einheimischen Singvögeln, werden Chlamydien in einer weniger aggressiven Form ebenfalls nachgewiesen. Bei diesen Vogelarten wird diese Infektionskrankheit Ornithose genannt, bei deren Auftreten keine staatlichen Eingriffe erfolgen. Weitere Informationen zur Psittakose und Ornithose finden Sie hier.
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