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Augenerkrankungen
Augenerkrankungen können durch Infektion mit Bakterien, Viren
oder anderen Krankheitserregern sowie durch Verletzungen aufgrund von
Unfällen, durch Tumoren, durch Stoffwechselerkrankungen, durch
Vitamin-A-Mangel oder aber durch genetische Faktoren bedingt sein. Aufgrund
der Fülle möglicher Ursachen für eine bestimmte Erkrankung ist es
wichtig, die Hintergründe möglichst genau zu klären, um eine wirksame
Therapie einleiten zu können. Fotos rechts: Haussperling mit einer Hornhautentzündung, ©
Dagmar Offermann
In Bezug auf Augenerkrankungen bei Vögeln ist stets die wichtigste Grundregel zu beherzigen:
Bitte wenden Sie niemals eigenmächtig Salben oder Tropfen am Vogelauge
an! Die für den Menschen bestimmten Salben und Augentropfen enthalten oft Stoffe
(beispielsweise Kortison), die für Vögel nicht geeignet sind und die die jeweils
vorliegenden Erkrankung bis hin zur vollständigen Erblindung verschlimmern können.
Suchen Sie auf jeden Fall einen versierten Tierarzt auf! Eine Reihe von
Tierärzten hat sich auf das Gebiet der Augenheilkunde spezialisiert; ziehen Sie am besten
einen solchen Spezialarzt zu Rate. Foto rechts: Augenlidverletzung bei einer Ringeltaube, ©
Gaby Schulemann-Maier
Für Vögel gut verträgliche Augenpräparate finden Sie
in unserer Medikamentenliste.
Bei Entzündungen des Auges ist es in manchen Fällen ratsam, unterstützend zur Salbe
ein mildes
Antibiotikum
in den Schnabel einzugeben. Darüber hinaus kann je nach Ursache der Erkrankung auch die Gabe
von Vitamin A hilfreich sein. Besprechen Sie diese weiteren Behandlungsschritte mit dem
zu Rate gezogenen Tierarzt. Er wird beurteilen können, welche therapeutischen Maßnahmen
im Einzelfall sinnvoll sind. Foto rechts: Nebelkrähe mit Augenentzündung, ©
Klaus Müller
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