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Tödliche Fallen:
Stacheldraht und Weidezäune

Foto © Christian Erdmann, www.vogel-sos.de
Vieles,
was der Mensch in seinem Umfeld anbringt, ist für Wildtiere
extrem gefährlich
- so auch der Stacheldraht. Vielerorts kommt er zum Einsatz, um
beispielsweise den Zugang zu
Grundstücken zu verhindern oder Weiden zu begrenzen. Menschen
kennen das Verletzungsrisiko,
das von Stacheldraht ausgeht und nähern sich ihm deshalb
normalerweise mit Vorsicht. Tiere
hingegen laufen oder fliegen in ihr Verderben, ohne auch nur
ansatzweise zu ahnen, was auf sie
zukommt.
Tierschützer versuchen seit vielen Jahren gegen
das massenhafte Anbringen von Stacheldraht
vorzugehen - leider meist mit ausgesprochen geringem Erfolg. Deshalb
ist es umso wichtiger, dass
in vogelfreundlichen Gärten und deren unmittelbarer Umgebung
kein Stacheldraht angebracht
werden sollte. Allein schon dadurch lässt sich aktiver
Vogelschutz betreibe. Foto rechts: Junger Baumfalke, im Stacheldraht
verfangen, ©
Jan
Wijn/Stiftung
Vogelauffang Region Eindhoven
Vor allem große Greifvögel wie Eulen, Falken oder
Bussarde gehören zu den Opfern
von Stacheldrähten. Sie verfangen sich mit ihren
großen Flügeln in den Widerhaken
und rammen sich die Metallspitzen bei ihren verzweifelten
Befreiungsversuchen tief ins Fleisch.
Nicht selten werden Muskeln verletzt, Sehnen durchtrennt und Knochen
brechen, wenn ein Greifvogel
aus dem Stacheldraht zu entkommen versucht. Auch für andere
Tiere, unter ihnen
beispielsweise die Igel, stellt Stacheldraht eine lebensbedrohliche
Gefahr dar, denn auch sie
verfangen sich darin. Fotos rechts: Im Stacheldraht verfangener
Sperber, ©
Stiftung
Vogelauffang Region Eindhoven
Die Opfer aus dem Draht zu befreien, ist meist nur mit einer Zange
möglich, und oft kommt
für die Tiere jede Hilfe zu spät. Sie können
dann nur noch vom Tierarzt erlöst
werden, weil ihre Wunden so gravierend sind, dass eine
vollständige Genesung unmöglich
wäre.
Bedauerlicherweise ist Stacheldraht jedoch nicht die
einzige Gefahr für Wildtiere. Auch
elektrische Weidezäune können zur tödlichen
Falle werden. Oft handelt es sich bei
diesen Zäunen um zwei umeinander gedrehte,
stromführende Drähte, zwischen denen
sich Vögel und andere Tiere verfangen können. Das
Foto rechts zeigt ein tragisches
Beispiel für einen tödlichen Strangulationsunfall.
Die Ente hatte keinerlei Chance,
sich aus dieser Lage zu befreien, nachdem sie zwischen die beiden
Drähte geraten war.
Foto ©
Jan
Wijn/Stiftung
Vogelauffang Region Eindhoven
Auf den folgenden Websites finden Sie weitere
Informationen und Aktionen rund um das Thema
"Stacheldraht und Vögel":
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