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Die Wildvogelhilfe und was dahinter steckt
Unser Projekt "Wildvogelhilfe" will den Leser mit dieser Website allgemein
über Wildvögel informieren, Aufklärungsarbeit
leisten, Hilfestellungen für die Aufzucht und Pflege
verwaister sowie verletzter Wildvögel geben und ein
tieferes Verständnis für Wildvögel im
Allgemeinen wecken. Hierbei legen wir besonderen Wert
darauf, zum Abbau in der Bevölkerung bestehender
Vorurteile beispielsweise gegenüber Rabenvögeln
oder Tauben beizutragen. Foto ©
Dagmar Offermann
Vielleicht ist es Ihnen auch schon so ergangen: Sie
spazieren nichts ahnend durch die Stadt, wollten eigentlich
einen netten Abend verlebenund plötzlich entdecken
Sie einen hilfsbedürftigen Wildvogel. Oder Sie hetzen
morgens zum Bus, sind eh schon verspätet und prompt
fällt Ihnen ein Vogel "vor die Nase". Ob es sich dabei
um eine verletzte Brieftaube, eine angefahrene Krähe
oder vielleicht um einen aus dem Nest gefallenen Jungvogel
handelt, spielt keine Rolle. Allen drei Situationen gemeinsam
ist, dass die wenigsten Menschen sich den Abend "verderben"
lassen oder eine verspätete Ankunft am Arbeitsplatz
riskieren würden, um einem Vogel zu helfen. Menschen,
die auf diese Seite gelangt sind, gehören wahrscheinlich
nicht zu denen, die kaltherzig an einem in Not geratenen
Tier vorbeigehen.
Aber ist die Entscheidung getroffen, dem Vogel zu helfen, so
tauchen unweigerlich neue Probleme auf: Um welche Art
handelt es sich? Wie sieht die artgerechte Ernährung
aus? Was mache ich mit der Verletzung? Gibt es einen
erfahrenen Tierarzt in der Nähe? Was geschieht mit dem
Tier, während ich bei der Arbeit bin? Foto ©
Anke Dornbach
Ist dies alles gelöst und der Vogel genesen oder
großgezogen, ergeben sich weitere Probleme: Kann ich
so ein zahmes Tier später wieder in die Freiheit
entlassen? Wie hätte ich die Zutraulichkeit verhindern
können? Was geschieht nun mit einem gehandikapten Tier,
das in der freien Natur nicht überlebensfähig
wäre?
All diese Fragen haben wir uns in der Anfangszeit ebenso
gestellt. Antworten fanden wir bei nervenaufreibenden
Recherchen im Internet (es gibt zwar Seiten, die sich mit
Wildvögeln beschäftigen, aber leider immer nur am
Rande), durch unsere jahrelangen Erfahrungen (die oft leider
auch Schmerz und Trauer umfassen) und durch gegenseitigen
Austausch.
Wie soll Verständnis für die bei uns
ansässigen Vögel geschaffen werden, wenn kaum ein
Mensch den Spatzen von der Amsel unterscheiden kann? Wenn
Mauersegler selbst für den Großteil der
Tierärzte Schwalben sind? Wenn den Vogelpflegestationen
ein junger Greifvogel angekündigt wird und eine
Ringeltaube vor der Haustüre "steht"? Es gibt noch
tausende solcher Beispiele. Ein Mauersegler wird dann nach
vermeintlich gutem Rat des Tierarztes mit Katzenfutter
gefüttert und stirbt elendig. Einer Taube wird
Rinderhack und anderes Fleisch in den Rachen gestopftund
ihr Körper weiß nicht, wie er diese nicht
arttypische Nahrung verdauen soll. Und alle haben ja nur
helfen wollen und es gut gemeint. Aber zum Helfen gehört
auch eine solide Informationsbasis, nicht nur Herz und Wille. Foto in diesem Absatz ©
Dagmar Offermann
Wir wünschen uns, dass Sie die nötigen
Informationen, die sie zur Aufzucht und Pflege eines
Wildvogels benötigen, einfacher und schneller erhalten,
als dies in der Vergangenheit bei uns der Fall war. Deshalb
möchten wir unsere Erfahrungen gerne mit Hilfe dieses
Internetprojektes an Sie weitergeben. Zudem ist es möglich, uns per
E-Mail zu
kontaktieren.
Wir freuen uns, dass Sie auf unserer Seite "gelandet" sind
und hoffen, Ihnen die von Ihnen benötigten Infos geben
zu können, damit Ihre Pfleglinge einen optimalen Start
haben und in ein artgerechtes freies Leben entlassen werden
können. Und wir hoffen, dass Sie bei Ihrer Hilfeleistung keinen
Unterschied zwischen einer Stadttaube, einem Rabenvogel oder
einem Finken machen werden. Jeder in Not geratene Vogel benötigt
die Hilfe des Menschen gleichermaßen, auch wenn der
Sympathiefaktor je nach Spezies mitunter größer oder kleiner
sein mag. Foto ©
Dagmar Offermann
Da auch wir mit jedem neuen Vogel immer wieder dazu lernen,
aber das Veröffentlichen der neusten Erfahrungen im
Internet ein großer Arbeitsaufwand ist, scheuen Sie
sich bitte nicht, per
E-Mail Fragen zu stellen,
die Sie auf den Seiten nicht beantwortet finden.
Gegebenenfalls sind wir einfach noch nicht dazu gekommen,
etwas über das von Ihnen gesuchte Thema zu
veröffentlichen, da wir uns vor allem im Sommer
hauptsächlich um unsere Pflegevögel kümmern.
Auf Ihre Anfragen werden wir jedoch so schnell es uns
möglich ist reagieren. Wir würden uns sehr
über
Sonderbeiträge
aus Ihrer Feder freuen, die unser
Projekt bereichern und vielen anderen Lesern von
großem Nutzen sein würden. Wenn Sie etwas
für uns schreiben möchten, dann melden Sie sich
einfach bei uns. Foto in diesem Absatz ©
Dagmar Offermann
Die nachfolgenden Beiträge
"Einführung zum Thema
Wildvögel" und
"Ein Recht auf Leben" sollen unsere
Motivation für dieses Projekt noch weiter
verdeutlichen. Wir wünschen Ihnen jede Menge Neues zu
entdecken und viel Spaß bei einem "Rundflug" über
unsere Seiten!
Ihr Wildvogelhilfeteam
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