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Wie füttert man junge Wildvögel?
Achtung: Wird ein Vogel wie in der obigen Abbildung mit Hilfe einer Futterspritze oder anderweitig mit Brei gefüttert, so sollten Futterreste sofort aus dem Gefieder gewischt werden, damit diese es nicht verkleben!
Im Idealfall sperrt der hungrige Jungvogel den Schnabel von selbst weit auf und Sie müssen nur das Futter mit einer stumpfen Pinzette hinein befördern. Bei Amseln und Drosseln ist das erfreulicherweise meistens der Fall, siehe Abbildung rechts. Foto © Dagmar Offermann
Bei Nestlingen hilft es oft, ein wenig am Nest zu wackeln, dann recken sie meist die Köpfe automatisch in die Höhe und betteln. Man simuliert mit dem Rütteln die natürlichen Reize, die dadurch ausgelöst werden, dass ein Elternteil mit Futter auf dem Nestrand landet und dieses dadurch leicht durchschüttelt.
Viele Vögel machen aber aus Angst oder Schwäche keine Anstalten, den Schnabel von allein zu öffnen. In diesem Fall müssen Sie den Vogel vorsichtig zwangsernähren, was für Ungeübte nicht unbedingt einfach ist. Eventuell sollten Sie sich eine zweite Person dazu holen, die Ihnen bei der Fütterung assistiert. Ein Pfleger öffnet den Schnabel und hält ihn auf, der andere steckt das Futter in den Schlund des Vogels. Mit etwas Geschick und Übung gelingt Ihnen dies jedoch bald allein. Zum Öffnen des Schnabels halten Sie den Vogel locker mit einer Hand fest und schieben den Daumennagel der anderen Hand seitlich zwischen Ober- und Unterschnabel. Mit dem Zeigefinger der "Fixierhand" drücken Sie dann sanft die beiden Schnabelhälften auseinander und halten den Schnabel auf. Nun kann mit Hilfe einer stumpfen Pinzette oder einer Futterspritze die Nahrung eingegeben werden. Auch hierbei ist es wichtig, das Futter möglichst tief in den Rachen zu stecken, notfalls kann mit der Pinzette etwas nachgeschoben werden (nicht mit den Fingern). Ein anschließend verabreichter, kleiner Tropfen Wasser löst den Schluckreflex aus. Achtung: Der Vogel sollte beim Trinken niemals auf dem Rücken liegen, da dabei die Gefahr des Verschluckens und Erstickens besteht! Wichtiger Hinweis: Wer zu feuchten Händen neigt oder wer für die Fütterung länger braucht, sollte den Vogel mit einem dünnen Tuch - zum Beispiel mit einem Taschentuch - anfassen, um sein Gefieder nicht zu beschädigen. Besonders Zugvögel sind auf ein völlig intaktes Gefieder angewiesen. Da man beispielsweise Mauersegler während jeder Fütterung mit der Hand fixieren muss, sollten diese Vögel grundsätzlich nicht mit bloßen Händen angefasst werden. Die folgenden Bilder (alle © Anke Dornbach) verdeutlichen den Fütterungsvorgang. Dass die gezeigte Mehlschwalbe dabei nicht besonders glücklich dreinschaut, ist kein Wunder. Doch wie die meisten Jungvögel hat sie bereits nach kurzer Zeit begriffen, worum es bei der Prozedur ging. Schon am nächsten Tag öffnete sie bereitwillig von allein den Schnabel.
Fütterung von Spechten:
Fütterung von Tauben:
An der relativ harten Schnabelspitze setzt man mit dem Fingernagel an und schiebt dort vorsichtig den Daumennagel zwischen Ober- und Unterschnabel, hält den Schnabel mit der linken Hand (als Rechtshänder) weit auf und nimmt mit Daumen, Zeige- und Ringfinger der rechten Hand Körner auf, die man dann von oben in den offenen Schnabel hinein rinnen lässt. Das klingt alles furchtbar kompliziert, ist es aber mit etwas Übung und Geschick gar nicht. Noch ausführlicher ist die Fütterungstechnik für Tauben im gleichnamigen Kapitel beschrieben.
Fütterung von Mauerseglern:
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