
Aufzucht von Jungvögeln
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Unterbringung der Jungvögel
Bevor Sie den jungen Vogel nun in sein neues Nest setzen, prüfen Sie bitte mit einem Thermometer die Temperatur an genau jener Stelle, an der später der Vogel sitzen wird. Sie sollte etwa 35 bis 38 Grad Celsius betragen. Sie können als Wärmequelle entweder eine Heizdecke oder eine Wärmflasche (auch nachts mit warmem Wasser nachzufüllen) unter das Nest legen oder eine 40-Watt-Glühlampe zum Bestrahlen verwenden. Infrarotstrahler erzeugen häufig eine zu hohe Temperatur und trocknen den kleinen Vogelkörper aus. IR-Strahler sollten deshalb ausschließlich in Ausnahmefällen und überdies nur von fachkundigen Vogelpflegern verwendet werden! Jungvögel, die bereits das Nest verlassen haben, werden in einem nicht zu kleinen Vogelkäfig mit geringem Gitterabstand untergebracht, zum Beispiel in einem Käfig für Wellensittiche. Manchmal schlafen soeben flügge gewordene Jungvögel nachts noch im Nest, hüpfen aber tagsüber schon ein wenig herum. In einem solchen Fall stellt man das Nest mit in den Käfig, damit die Vögel nicht entwischen können.
Manche Jungvögel, die bereits etwas größer sind, versuchen mit dem Schnabel durch das Gitter zu schlüpfen, wobei sie sich im schlimmsten Fall die empfindliche Wachshaut (Haut an der Nase) verletzen. Hier helfen zurechtgeschnittene Streifen aus Pappe, oder besser aus durchsichtiger Fensterfolie, welche mit Klebstreifen von innen am Gitter befestigt werden. Bei sehr scheuen Vögeln bedeckt man den Käfig zur Hälfte mit einem hellen Tuch, damit sie sich verstecken können und in ihrer Behausung sicher fühlen. Ausnahme: Junge Mauersegler dürfen niemals in einem Käfig untergebracht werden! Wie man Mauersegler am besten unterbringt, können Sie im Kapitel "Unterbringung junger Mauersegler" nachlesen. Vogelarten, die ihren Nachwuchs im Dunkeln aufziehen, dies sind beispielsweise Höhlenbrüter oder Mehlschwalben, sollten bis zum Ausfliegen nach Möglichkeit dunkel gehalten werden. Für Mehlschwalben sind im Fachhandel spezielle Kunstnester erhältlich (Bezugsquelle: Schwegler), es reicht aber auch ein Behältnis mit einem leicht zusammengedrückten, dunklen Tuch - zum Beispiel mit einem Geschirrtuch -, unter dem sie sich verkriechen können. Deckt man das Nest noch zusätzlich zur Hälfte mit Pappe ab, werden sich die Pfleglinge darin mit Sicherheit wohl fühlen.
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