
Aufzucht von Jungvögeln
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Futter für junge Tauben In den ersten acht bis zehn Lebenstagen werden alle Taubenküken ausschließlich mit einem im Kropf der Eltern gebildeten Brei, der so genannten Kropfmilch, gefüttert. Erst danach wird allmählich auch feste Nahrung zugefüttert, deren Anteil dann kontinuierlich gesteigert wird. Erfahrungsgemäß ist es bei der Handaufzucht von Tauben von Vorteil, den Brei so lange wie möglich zuzufüttern, weil die darin enthaltenen Nährstoffe für das Wachstum und die Gesundheit der jungen Tauben äußerst wichtig sind. Wie Sie das jeweilige Futter Ihrem Taubenkind verabreichen, ist im Kapitel "Fütterungstechnik" beschrieben. Bezugsquellen für alle hier aufgeführten Futtermittel finden Sie in unserer Linkliste. Als Kropfmilchersatz eignet sich am besten ein Brei aus folgenden Zutaten:
Mit Hilfe einer elektrischen Mühle werden zuerst die noch gefrorenen Pinkies gemahlen. Dann fügt man das Eifutter hinzu und mahlt alles zu einem feinen Pulver. Dieses füllt man in ein Gefäß und gibt nun noch das Handaufzuchtspulver und eine Prise Korvimin ZVT oder das Kalziumpräparat hinzu. Mit etwas Wasser wird alles zu einem feinen Brei verrührt, welchen man anschließend einfriert und bei Bedarf wieder auftaut und verfüttert. So spart man sich die Mühe, den Brei jedes Mal neu ansetzen zu müssen. Auch die gemahlene Mischung lässt sich einfrieren und bei Bedarf neu anrühren. Mit dieser Mischung haben wir bisher die besten Erfahrungen bei der Taubenaufzucht gemacht. Es wird von anderen Vogelpflegern auch von Taubenhandaufzuchten berichtet, die nur mit dem Handaufzuchtpulver oder aber mit in Wasser eingeweichten Babyschmelzflocken erfolgten. Da der Proteingehalt der Taubenkropfmilch sehr hoch ist, empfehlen wir jedoch dringend, diesen durch die Zugabe von gemahlenen Pinkies entsprechend zu erhöhen. Zusammensetzung der Kropfmilch:
(Quelle: Gerhard Hummel, Anatomie und Physiologie der Vögel, ISBN 3-8252-2144-X) Die Beschaffung der Zutaten erfolgt am schnellsten und einfachsten über Internetshops (siehe unsere Linkliste) oder ein gut sortiertes Zoofachgeschäft. In den allermeisten Zooläden erhalten Sie zumindest Eifutter, womit Sie die Zeit überbrücken können, bis die restlichen Zutaten eingetroffen sind. Besonders junge Wildtauben benötigen zusätzlich noch die Gabe eines Vitamin-B-Komplexes. Geben Sie diesen daher täglich zusätzlich noch Nekton-B-Komplex für Vögel (in Zoofachgeschäften erhältlich) oder ein anderes entsprechendes Präparat, welches Sie in den Brei mischen können, um spätere etwaige Lähmungserscheinungen an den Beinen zu vermeiden. Zusätzlich zum Brei benötigen Sie für etwas größere Tauben noch eine Mehrkorngetreidemischung, welche aus ökologischem Anbau stammen sollte. Man erhält sie beispielsweise in Bioläden und im Reformhaus. Tauben, welche bereits anfangen, selbst zu fressen, erhalten eine Taubenfuttermischung aus kleinen runden Körnersorten, am besten so genanntes Turteltaubenfutter. Bei der Aufnahme von trockenen festen Körnern muss den Jungtauben feiner Grit zugeführt werden, mit dessen Hilfe die Körner im Verdauungstrakt zerkleinert werden. Foto des Löwenzahns © Gaby Schulemann-Maier
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