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Nahrung für junge Rabenvögel

Sechs bis sieben Tage alte Elstern Junge Rabenvögel werden von ihren Eltern in der Natur vor allem mit Insekten und Würmern gefüttert. Diese dürfen bei der Aufzucht durch Menschenhand nicht fehlen! Lesen Sie hierzu bitte unsere Informationen über Futtertiere. Foto rechts: Sechs bis sieben Tage alte Elstern, © Dagmar Offermann

Sehr junge Nestlinge sollten Sie mit einem Insektenbrei füttern. Die Konsistenz des Breis sollte so beschaffen sein, dass er sich in einer Spritze - natürlich ohne Nadel! - aufziehen lässt. Man kann auch den Kolben aus der Spritze ziehen und einen festeren Brei "von hinten" in die Spritze füllen. Sechs bis sieben Tage alte ElsternEbenso ist es möglich, kleine Futterkügelchen aus dem Gemisch zu formen, die tief in den Rachen des Vogels geschoben werden. Foto rechts: 6-7 Tage alte Jungelstern

Ist der Vogel bereits einige Tage alt, so sollten Sie zu fester Nahrung übergehen. Neben Insekten und Würmern können als Leckerbissen auch ab und an Hühnerherz, mageres Fleisch, Tatar sowie in Wasser eingeweichte Beoperlen und Katzenbröckchen gereicht werden. Es eignen sich darüber hinaus Insektenfutter und Obst (Beeren, Weintrauben, Kirschen, Bananen, ...). Eier in allen Variationen werden ebenfalls gern genommen. Foto rechts: Junge Elster, © Henriette Ade

Hier ein Rühreirezept, nach dem sich jeder Rabenvogel reißen wird:

4-6 ganze rohe Eier ohne Schale (aber bitte von glücklichen Hühnern!) mit einem Schuss Milch und etwas Ahornsirup oder Honig verquirlen. Keine Gewürze zugeben! Das Ganze in einer Teflonpfanne ohne Fett stocken lassen - fertig! Vor dem Servieren unbedingt abkühlen lassen!

Hungrige junge Eichelhäher Ab dem Alter von ca. 14 Tagen sind Gewölle bildende Stoffe (z. B. Fell, Federn) für die Verdauung notwendig und sollten gelegentlich unter das Futter gemengt werden.

Grundsätzlich ist bei der Futterzusammenstellung auf eine Ausgewogenheit zu achten. Die Vögel benötigen außerdem einige Tropfen Wasser direkt im Anschluss an die Fütterung. Foto rechts: Hungrige junge Eichelhäher, © Dagmar Offermann

Abwechselnd sollten dem Futter Vitamine und Mineralstoffe, vor allem Kalzium, hinzugefügt werden. Bei der Aufzucht von Rabenvögeln kommt es öfter als bei Jungtieren anderer Wildvogelarten zu Kalkmangel! Dieser führt dazu, dass die Knochen zu weich werden, woraus sich Fehlstellungen entwickeln (siehe auch "Rachitis").

Sie können diesem Problem entgegenwirken, indem Sie zerriebene, leere Schneckenhäuser unter das Futter mischen. In dieser Darreichungsform kann der Kalk vom Verdauungstrakt eines Jungvogels besonders gut aufgenommen werden. Es ist grundsätzlich besser, Kalk über- als unterzudosieren, da ein Überschuss an Kalzium vom Vogel problemlos wieder ausgeschieden wird.

Jakob in der Voliere Ist der Jungvogel zum Ästling geworden, also voll befiedert, sollte er in einen großen Käfig umgesiedelt werden, in dem Naturäste angebracht sind, damit er das Greifen übt. Zusätzlich zur "Zwangsfütterung" muss nun ein Napf bereitgestellt werden, damit der Vogel das Picken lernt. Spätestens jetzt muss man auch Lebendfutter reichen. Geeignet sind beispielsweise Würmer, Drohnenbrut, Schnecken, wenige Mehlwürmer oder Buffalos (Getreideschimmelkäferlarven), siehe dazu auch "Futtertiere". Darüber hinaus benötigt das Tier einen Wassernapf und eine Badegelegenheit. Foto rechts: Jakob in der Voliere, © Dagmar Offermann

Tommy hat Hunger Sobald der Rabenvogel selbstständig frisst, sollte er zur Entwöhnung in eine Freivoliere umgesiedelt werden, in der er weitestgehend natürliche Verhältnisse vorfindet und in der er seine Brustmuskulatur trainieren kann, indem er Flugübungen absolviert. Nun kann man auch "harte" Sachen wie beispielsweise Nüsse, Mais, Weizen, etc. in die Futterschale legen. Die Kontakte sollten ab sofort noch stärker reduziert werden, damit das Tier eine natürliche Scheu vor dem Menschen entwickelt, die nicht selten seine Überlebenschancen in der Natur erhöht. Foto rechts: Tommy hat Hunger, © Dagmar Offermann

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