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Altvögel richtig pflegen - Einleitung
Ein kranker oder verletzter Vogel ist, wie alle Tiere, ein
wichtiger Bestandteil des natürlichen Nahrungskreislaufes.
Solche Unglücksfälle haben keinerlei negativen Einfluss
auf bestehende Populationen. Auch Naturereignisse wie
Überschwemmungen, Kälteeinbrüche oder längere
Trockenperioden fordern in der Tierwelt ihren Tribut. Ebenso
kommen Unfälle einzelner Individuen immer wieder vor. Sie
können das Fortbestehen einer ganzen Tierart jedoch nicht
gefährden. Foto ©
Anke Dornbach
Doch was Naturkatastrophen nicht vermögen,
das vollbringt in zunehmendem Maße die rasch fortschreitende
Zivilisation des Menschen:
- Reduzierung und Zerstörung von Lebensraum durch
landwirtschaftliche, industrielle oder wohnungsbauliche
Aktivitäten.
- Straßen- und Schienenverkehr sind ein weiteres erhebliches
Gefahrenpotential für wildlebende Tierarten. Die Evolution kennt
keine sich am Boden so rasch fort bewegenden Wesen und ist
nicht darauf eingestellt.
- Moderne Bauweise mit großen Glasflächen sowie nachts hell
erleuchteten Gebäuden führt zu tödlichen Kollisionen zahlloser
Vögel.
- Gifteinsatz im Land- und Gartenbau führt zum Tod durch
toxische Wirkung oder auch durch Mangel an Insekten.
- Nicht naturgemäße Anlage von Gärten und Parks, die den dort
lebenden Tierarten weder Schutz, Brutplätze oder Nahrung bieten.
- Begradigung und Befestigung von Flussufern nimmt Wasservögeln
ihre Lebensgrundlage.
Die vielen, durch Menschen verursachten (Zer-)Störungen
rechtfertigen und erfordern daher ein helfendes Eingreifen
im Falle eines verunglückten Wildvogels. Hierbei sollte man jedoch
planmäßig vorgehen, denn je nach Artzugehörigkeit haben
die Tiere unterschiedliche Bedürfnisse an ihr Futter und die Art
ihrer Unterbringung. Wichtig ist, dass die vorübergehende Haltung
in Gefangenschaft für die Tiere so angenehm und artgerecht wie möglich
gestaltet wird. Foto © Dagmar Offermann
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