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Futterauswahl für erwachsene Wildvögel
Vertreter der Gimpelartigen wie Zeisige und Gimpel, darüber hinaus Berg- und Buchfinken, Ammern und Sperlinge (siehe Foto unten) werden im Volksmund auch als "Körnerfresser" bezeichnet. Ihnen bietet man ein handelsübliches Körnerfuttergemisch an, wie es für Ziervögel im Zoofachhandel erhältlich ist. Je nach Größe der Vogelart, sollte das Futter aus kleineren bis größeren Körnersorten bestehen. Für Vögel, die etwa sperlingsgroß sind, eignet sich ein Waldvogelgemisch, oder auch Kanarienfutter. Foto rechts © Anke Dornbach, Foto unten © Nina Decker
Größere Arten wie Kleiber, Kernbeißer oder Gimpel fressen eher größere Körner, ihnen kann man beispielsweise eine gute Mischung für Großsittiche anbieten. Zusätzlich mögen "Körnerfresser" ihrem Namen zum Trotz auch frische Wildkräuter, Salat, Früchte (beispielsweise Äpfel, Beeren) und gehackte Nüsse. Welche Frischkost Sie Wildvögeln anbieten können, erfahren Sie auf dieser Seite über die Ernährung von Ziervögeln. Tauben (Stadt- und Wildtauben) bietet man ein handelsübliches Taubenfutter an, welches zum Beispiel im Landhandel oder Raiffeisenmarkt erhältlich ist. Die kleineren Türkentauben bevorzugen ein nicht ganz so grobes Futter. Gut eignet sich für diese Art eine Mehrkorn-Getreidemischung aus dem Reformhaus. Drosselartige, zu denen unter anderem die Amsel zähltund Stare erhalten als Hauptnahrung Honigalleinfutter oder ferner Beoweichfutter. Dieses kann mit klein geschnittenen Früchten gemischt werden. Auch Futterinsekten sind ein sehr willkommener Leckerbissen. Ausführliche Informationen zu Futtertieren finden Sie in unserer Jungvogelaufzuchts-Rubrik. Rabenvögeln reicht man Tatar, eingeweichte Katzentrockenbröckchen, Eier in allen Variationen, Obst und Früchte, Futterinsekten, Quark, Hüttenkäse, Honigalleinfutter und eingeweichte Beoperlen. Bitte lesen Sie hierzu auch unseren Sonderbeitrag zum Thema Rabenvögel. Zur großen Gruppe der "Insektenfresser" genannten Vogelarten gehören unter anderem Vertreter der Baumläufer, Heckenbraunellen, Wintergoldhähnchen und Sommergoldhähnchen, Grasmücken (zum Beispiel Mönchsgrasmücken), Meisen, Sänger wie zum Beispiel Amseln, Schwalben, Schwanzmeisen, Bachstelzen und Zaunkönige. Sie erhalten als Nahrung Futterinsekten und ein wenig Insektentrockenfutter. Welche Futterinsekten geeignet sind, ist hier ausführlich beschrieben. Erwachsene (adulte) Spechte fressen in vorübergehender Gefangenschaft erfahrungsgemäß nur lebende Futterinsekten, am liebsten Mehlwürmer. Man kann sein Glück auch mit Honigalleinfutter, gehackten Erdnüssen und klein geschnittenen Früchten versuchen. Mauersegler und Alpensegler werden ausschließlich mit Heimchen gefüttert. An dieser Stelle möchten wir auf die hervorragende Broschüre über die Aufzucht und Pflege dieser Vögel von Dr. Christiane Haupt verweisen: siehe Mauersegler.com.
Enten, Gänse und Säger bringt man, wenn die Krankheit es zulässt, tagsüber in einem Freigehege, wie es sie etwa für Kaninchen gibt, auf einer Wiese unter. Hier sollten eine Badeschale mit Wasser, eine Trinkschale und ein Napf mit Futter für die Tiere bereitstehen. Als Futter eignet sich zum Beispiel eine flache Wasserschale mit Entenkorn (im Landhandel erhältlich), Insektenfutter, Garnelen, eingeweichtem Brot und klein geschnittenem Grünzeug. Teichlinsen sind sehr gut geeignet, da der Vogel diese sicherlich bereits kennt. Auch eine Versteckmöglichkeit darf nicht fehlen, beispielsweise eine offene Katzentransportbox, mit einem Tuch ausgelegt, in der man abends den Vogel ins Haus tragen kann.
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